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Fokus auf Care Leaver- die Wohnungslosenhilfe berichtet

In den letzten Jahren veränderte sich die Bewohnerstruktur in der Wohngruppe Adlerstraße und Außenstellen dahingehend, dass die Anzahl junger erwachsener Menschen, die in die Wohnungslosigkeit rutschten und Unterstützung in unserem ambulant betreuten Wohnen suchten, anstieg. Auffallend war jedoch nicht nur die gestiegene Anzahl an jungen Menschen unter 25 Jahren, sondern auch der hohe Anteil derer, die zuvor einen Teil Ihres Lebens in Pflegefamilien und/ oder in stationären Erziehungshilfen verbracht haben.

Diese jungen Menschen werden als Care Leaver bezeichnet – aus dem Englischen, wörtlich: Fürsorge-Verlasser.

Und genau um diese “Care Leaver” geht es im Projekt „Gut begleitet ins Erwachsenenalter“, das von der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V. (IGFH) und der Universität Hildesheim ins Leben gerufen und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.

Diese jungen Menschen werden volljährig, sind nunmehr „offiziell“ erwachsen und sollen ihr Leben selbständig im Griff haben. Häufig werden daraufhin Erziehungshilfen aus unterschiedlichen Gründen beendet. Doch wie ergeht es “Care Leavern”, nach dem Erreichen ihrer Volljährigkeit oder nach dem Verlassen der Jugendhilfe? Wie fühlen sich diese junge Menschen auf ihre Selbständigkeit vorbereitet? Mit welchen Herausforderungen sind diese konfrontiert? Wie kam es dazu, dass sie in der Wohnungslosenhilfe landeten? Weshalb ging es nicht zurück in die Jugendhilfe? Was läuft im betreuten Wohnen der Wohnungslosenhilfe anders als in der Jugendhilfe?

Die Heimstiftung Karlsruhe – vertreten mit den Bereichen der Wohnungslosenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe – arbeitet in diesem Projekt neben Sozpädal und dem Sozialen Dienst der Stadt Karlsruhe an der Entwicklung eines Übergangsmanagements, um genau diese Fragen zu klären und eine adäquate Lösung für die Berücksichtigung der Bedarfe von diesen jungen erwachsenen Menschen in der Jugendhilfe zu finden.

Dazu wurden junge Menschen aus der Wohngruppe Adlerstraße, aber auch aus dem IGLU, der NOKU und Ehemalige der stationären Gruppen des Sybelcentrums als auch Bewohner und Bewohnerinnen von anderen Trägern interviewt.

Durch die Bereitschaft, offen über die Erfahrungen mit der Jugendhilfe zu sprechen, konnten viele wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. So konnte ein Bogen gespannt werden, von der Darstellung der Ausgangssituation der “Care Leaver” bis hin zur Verbesserungen in der Praxis.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an die jungen Menschen für die Zeit und das Engagement!

Wie genau die Übergangsplanung für den jungen Menschen zum Erwachsenenleben dann aussehen kann und wird, bleibt noch abzuwarten. Die Entwicklungsphase ist noch nicht abgeschlossen. Aber es ist schön zu wissen, dass die jungen Erwachsenen “Care Leaver” Gehör und eine Stimme bekommen und mehr in den Fokus des öffentlichen Interesses rücken.

Wohnungslosenhilfe

 
 

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